Was kostet die Karenz?
In der Karenz ersetzt das Kinderbetreuungsgeld (KBG) einen Teil des wegfallenden Einkommens. Es gibt die einkommensabhängige Variante (rund 80 % des letzten Nettoeinkommens, gedeckelt, für kürzere Zeit) und das pauschale Konto (fixer Tagsatz über eine wählbare Dauer). Meist bleibt eine Einkommenslücke, die man vor der Geburt einplanen sollte.
💰 KBG einkommensabhängig: ~80 % des Nettos (gedeckelt)
Kostenaufstellung im Detail
| Position | Richtwert (€) |
|---|---|
| Wegfallendes Nettoeinkommen | 100 % |
| Einkommensabhängiges KBG | ~80 % (gedeckelt) |
| Pauschales KBG-Konto | fixer Tagsatz |
| Verbleibende Lücke | einzuplanen/anzusparen |
Kinderbetreuungsgeld und die Einkommenslücke
Die Karenz ist der arbeitsrechtliche Anspruch auf Freistellung nach der Geburt — das Einkommen wird durch das Kinderbetreuungsgeld (KBG) teilweise ersetzt. Es gibt zwei Systeme: Das einkommensabhängige KBG beträgt rund 80 % des letzten Nettoeinkommens (bis zu einer Höchstgrenze) und wird für eine kürzere Dauer bezahlt — attraktiv für Bezieher mit höherem Einkommen, die rasch wieder einsteigen. Das pauschale KBG-Konto zahlt einen fixen Tagsatz, dessen Höhe von der gewählten Bezugsdauer abhängt (länger bezogen = niedrigerer Tagsatz). Da beide Varianten meist unter dem bisherigen Einkommen liegen, entsteht eine Lücke, die je nach Einkommen und Variante erheblich sein kann und die man vor der Geburt kennen und ansparen sollte.
Varianten und Planung
Die Wahl der Variante will überlegt sein: Das einkommensabhängige KBG lohnt sich für Gutverdiener mit kurzem Bezug, das pauschale Konto bietet Flexibilität bei der Dauer und ist auch für Personen ohne oder mit geringem Voreinkommen zugänglich. Eine Beteiligung beider Elternteile verlängert die Gesamtbezugsdauer (ein Teil ist dem zweiten Elternteil vorbehalten) und fördert die partnerschaftliche Aufteilung. Wichtig sind die Zuverdienstgrenzen: Wer während des KBG-Bezugs dazuverdient, muss die jeweilige Grenze beachten, um keine Rückforderung zu riskieren. Zusätzlich gibt es den Familienzeitbonus für Väter, die sich unmittelbar nach der Geburt der Familie widmen. Für die Finanzplanung lohnt es sich, die Varianten frühzeitig durchzurechnen und die Einkommenslücke als Puffer anzusparen.
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Wie viel Geld bekomme ich in der Karenz?
Über das Kinderbetreuungsgeld: einkommensabhängig rund 80 % des letzten Nettoeinkommens (gedeckelt, kürzere Dauer) oder pauschal als KBG-Konto mit fixem Tagsatz über eine wählbare Dauer. Meist bleibt eine Einkommenslücke.
Einkommensabhängiges oder pauschales Kinderbetreuungsgeld?
Das einkommensabhängige KBG lohnt sich für Gutverdiener mit kurzem Bezug (rund 80 % netto), das pauschale Konto bietet Flexibilität bei der Dauer und ist auch ohne oder mit geringem Voreinkommen zugänglich.
Wie plane ich die Einkommenslücke in der Karenz?
Berechne das voraussichtliche Kinderbetreuungsgeld und vergleiche es mit dem bisherigen Netto. Die Differenz solltest du vor der Geburt als Puffer ansparen. Beachte auch die Zuverdienstgrenzen beim KBG.
Gründer, Innopulse Consulting GmbH · Finanz- und SaaS-Unternehmer
Leutrim betreibt mehrere Finanzwissensportale für den DACH-Raum und schreibt über Budgetplanung, Steuern und digitale Finanztools. Alle Inhalte werden redaktionell geprüft und regelmäßig aktualisiert.