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KESt Österreich 2026: Kapitalertragsteuer einfach erklärt

Österreich-spezifisch geprüft📅 Stand 2026🔍 Keine Werbung / keine Provision📖 Quellen: BMF, SVS, AMS, WKO, ÖGK

Die Kapitalertragsteuer (KESt) von 27,5% ist die wichtigste Steuer für Anleger in Österreich — und entscheidet über die Netto-Rendite.

27,5%
KESt-Satz
25%
Auf Zinsen (Sparbuch)
Keine weitere Steuerpflicht
Endbesteuerung
Auf Antrag möglich
Günstigkeitsvergleich

Was wird mit KESt besteuert?

KESt 27,5%: Dividenden, Kursgewinne aus Aktien/ETFs, Zinsen aus Anleihen, Ausschüttungen aus Investmentfonds. KESt 25%: Zinsen auf Sparbücher, Girokonten, Festgelder (österreichische Banken). Steuerfreie Ausnahmen: Keine KESt auf Kursgewinne von Einzelaktien die vor 2011 gekauft wurden (Altbestand).

Endbesteuerungswirkung

Bei österreichischen Depots (Flatex AT, Erste Bank): KeSt wird automatisch abgeführt — Endbesteuerung tritt ein. Keine weitere Erklärungspflicht. Bei ausländischen Brokern (IBKR): KeSt muss selbst erklärt und bezahlt werden — E1kv-Formular in der Steuererklärung.

Günstigkeitsvergleich

Wer ein Jahreseinkommen unter ca. €31.000 hat (Grenzsteuersatz 20% statt 27,5%): Günstigkeitsvergleich beantragen. Die KeSt-Belastung wird auf den normalen Einkommensteuersatz reduziert. Antrag im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung (E1kv). Differenz wird rückerstattet.

Verlustverrechnung

Verluste aus Aktien/ETFs können mit Gewinnen des gleichen Jahres verrechnet werden. Verluste aus dem Depot können aber nicht mit Mieteinnahmen oder Löhnen verrechnet werden. Verlustvortrag ins Folgejahr: Nicht möglich für private Anleger in Österreich.

Häufige Fragen

Sind thesaurierende ETFs in Österreich steuerlich günstiger?

Nein — anders als in Deutschland ist es in Österreich egal ob ausschüttend oder thesaurierend. Die ausschüttungsgleichen Erträge (Fondsmeldung OeKB) sind jährlich steuerpflichtig, auch wenn kein Geld ausbezahlt wurde. OeKB-gemeldete Fonds verwenden vereinfacht die Abwicklung.

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LM

Leutrim Miftaraj

Gründer, Innopulse Consulting GmbH · Finanz- und SaaS-Unternehmer

Leutrim betreibt mehrere Finanzwissensportale für den DACH-Raum und schreibt über Budgetplanung, Steuern und digitale Finanztools. Alle Inhalte werden redaktionell geprüft und regelmäßig aktualisiert.