ASVG Sozialversicherung Österreich 2026: Was wird abgezogen?
Das ASVG (Allgemeines Sozialversicherungsgesetz) regelt die Pflichtversicherung aller unselbstständig Erwerbstätigen in Österreich — automatisch, ohne Antrag.
Die vier ASVG-Beiträge im Überblick
Pensionsversicherung (PV): 10,25% AN + 12,55% AG. Krankenversicherung (KV): 3,87% AN + 3,87% AG. Unfallversicherung (UV): 0% AN + 1,1% AG — nur Arbeitgeber zahlt. Arbeitslosenversicherung (AV): 3% AN + 3% AG (bei niedrigem Einkommen: gestaffelt, unter €1.863/Mt. 0%).
Höchstbeitragsgrundlage 2026
Über €6.450 Brutto im Monat (€77.400/Jahr) werden keine Sozialversicherungsbeiträge mehr berechnet. Wer mehr verdient zahlt trotzdem nur den Maximalanteil. Dies begrenzt sowohl Beiträge als auch spätere Pensionsansprüche.
Was die e-Card beinhaltet
Die e-Card ist der Versicherungsnachweis für die gesetzliche KV in Österreich. Arztbesuch ohne Selbstbehalt beim Kassenarzt. Spital: €11,70/Tag Verpflegungskosten (max. 28 Tage/Jahr). Kein KV-Selbstbehalt wie in der Schweiz.
Unterschied ASVG, GSVG, FSVG
ASVG: Angestellte und Arbeiter (Unselbstständige). GSVG: Gewerbetreibende, EPU, GmbH-Geschäftsführer. FSVG: Freie Berufe (Ärzte, Rechtsanwälte, Notare). Jedes System hat andere Beitragssätze und Leistungen.
Häufige Fragen
Kann ich freiwillig höhere SV-Beiträge zahlen um mehr Pension zu bekommen?
Ja — über die freiwillige Höherversicherung in der PV. Jeder freiwillig eingezahlte Euro erhöht die spätere Pension. Alternative: private Pensionsvorsorge (Säule 2b) über Pensionskasse oder Lebensversicherung.
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Gründer, Innopulse Consulting GmbH · Finanz- und SaaS-Unternehmer
Leutrim betreibt mehrere Finanzwissensportale für den DACH-Raum und schreibt über Budgetplanung, Steuern und digitale Finanztools. Alle Inhalte werden redaktionell geprüft und regelmäßig aktualisiert.
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