13. und 14. Gehalt in Österreich 2026 — Steuern und Tipps
Das 13. und 14. Gehalt ist einer der größten Vorteile des österreichischen Arbeitsrechts — und wird steuerlich deutlich begünstigt.
Was ist das Jahressechstel?
Das Jahressechstel ist der Betrag der vergünstigt besteuert wird — 1/6 des Jahresbruttos. Bis €620: 0% Steuer (Freigrenze). €620–25.000: 6% Lohnsteuer. €25.000–50.000: 27%. Über €50.000: 35,75%. Dieser begünstigte Steuersatz macht das 13./14. Gehalt sehr attraktiv.
Urlaubsgeld und Weihnachtsremuneration
Urlaubsgeld (13. Gehalt): Auszahlung im Sommer, rechtlich bei Urlaubsantritt. Weihnachtsremuneration (14. Gehalt): November/Dezember. Beide sind kollektivvertraglich geregelt — fast alle österreichischen Kollektivverträge schreiben sie vor. Höhe: Meist 1 Bruttomonatsgehalt.
Klug verwenden statt sofort ausgeben
Das 13./14. Gehalt kommt zweimal im Jahr — ideal für: Notgroschen-Aufbau, ETF-Einmalanlage, Schuldenabbau, Urlaub ansparen, Reparaturrücklage. Nicht für laufende Ausgaben budgetieren — diese müssen die 12 normalen Gehälter decken.
Sonderzahlungen bei freien Dienstnehmern
Freie Dienstnehmer haben keinen gesetzlichen Anspruch auf 13./14. Gehalt. Vereinbarung im Vertrag möglich. Bei Prüfung: Wenn die Tätigkeit einem echten Dienstverhältnis entspricht, kann rückwirkend Anspruch geltend gemacht werden.
Häufige Fragen
Ist das 13./14. Gehalt in der ganzen EU gleich?
Nein — das 13./14. Gehalt ist eine österreichische (und teilweise deutsche/südeuropäische) Besonderheit. In der Schweiz gibt es den 13. Monatslohn, aber ohne die steuerliche Begünstigung. Im angelsächsischen Raum nicht üblich.
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Gründer, Innopulse Consulting GmbH · Finanz- und SaaS-Unternehmer
Leutrim betreibt mehrere Finanzwissensportale für den DACH-Raum und schreibt über Budgetplanung, Steuern und digitale Finanztools. Alle Inhalte werden redaktionell geprüft und regelmäßig aktualisiert.
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