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Was kostet die Krankenversicherung?

Kurzantwort 2026

Die gesetzliche Krankenversicherung kostet Angestellte in Österreich 3,87 % vom Bruttolohn (der Dienstgeber zahlt zusätzlich seinen Anteil) — dazu kommen das jährliche e-card-Serviceentgelt von 25 € und die Rezeptgebühr von rund 7,55 € pro Medikament. Selbständige zahlen bei der SVS 6,8 % der Beitragsgrundlage.

Österreich-spezifisch geprüft📅 Stand 2026🔍 Keine Werbung / keine Provision📖 Quellen: BMF, SVS, AMS, WKO, ÖGK

💰 Dienstnehmer-Anteil: 3,87 % vom Brutto

3,87 % vom Brutto
KV-Anteil Angestellte
25 €/Jahr
e-card-Serviceentgelt
ca. 7,55 €/Packung
Rezeptgebühr
6,8 % + 20 % Selbstbehalt
SVS (Selbständige)

Kostenaufstellung im Detail

PositionRichtwert (€)
KV-Beitrag bei 3.000 € brutto (DN-Anteil)ca. 116/Monat
KV-Beitrag bei 5.000 € brutto (DN-Anteil)ca. 194/Monat
e-card-Serviceentgelt (jährlich, Nov.)25
Rezeptgebühren (Durchschnittshaushalt)50–200/Jahr
SVS-Mindestbeitrag KV (Selbständige)ca. 40–50/Monat (Anlauf)
Private Zusatzversicherung (Sonderklasse)30–150/Monat

Das österreichische System: solidarisch, mit kleinen Selbstbehalten

Anders als in Deutschland gibt es keine Kassenwahl und keine private Vollversicherung als Ausstiegsoption — die Zuordnung (ÖGK, BVAEB, SVS) folgt der Erwerbstätigkeit. Die spürbaren Eigenkosten sind klein, aber real: e-card-Serviceentgelt (25 €/Jahr, vom Dienstgeber im November eingehoben), Rezeptgebühr (~7,55 €, mit Obergrenze: die Rezeptgebühren-Deckelung begrenzt die Belastung auf 2 % des Nettoeinkommens), Behandlungsbeiträge bei BVAEB/SVS und Selbstbehalte bei Heilbehelfen. Geringverdiener können sich von der Rezeptgebühr befreien lassen — der Antrag wird chronisch zu selten gestellt.

Wahlarzt und Sonderklasse: wofür Private wirklich zahlen

Rund ein Drittel der Arzttermine läuft inzwischen über Wahlärzte: Du zahlst privat (80–250 €/Termin) und bekommst 80 % des Kassentarifs zurück — real oft nur 20–40 % der Rechnung. Eine private Zusatzversicherung (Sonderklasse im Spital: 60–150 €/Monat je Alter; ambulante Tarife für Wahlärzte: 30–80 €) verwandelt diese Kosten in planbare Prämien. Ehrliche Rechnung: Wer jung einsteigt, zahlt lebenslang niedrigere Prämien — wer nie Wahlärzte nutzt und mit dem öffentlichen System zufrieden ist, braucht sie schlicht nicht.

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Gesundheitskosten im Budget

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Häufige Fragen

Was zahlen Selbständige wirklich?

SVS: 6,8 % der Beitragsgrundlage für die KV plus 20 % Selbstbehalt bei Arztbesuchen (halbierbar durch Vorsorgeprogramm). In den ersten Jahren gelten günstige vorläufige Mindestgrundlagen — die Nachbemessung nach 3 Jahren ist die klassische EPU-Liquiditätsfalle: Rücklage bilden!

Sind Familienmitglieder mitversichert?

Kinder ja, beitragsfrei. Ehepartner ohne eigenes Einkommen: beitragsfrei nur mit Kindererziehung (oder Pflege), sonst fallen 3,4 % Zusatzbeitrag an — ein oft übersehener Posten in Alleinverdiener-Budgets.

Was kostet die Selbstversicherung ohne Job?

Die freiwillige Selbstversicherung in der KV kostet regulär rund 500 €/Monat, für Studierende gibt es den begünstigten Tarif um ~70 €/Monat und für geringfügig Beschäftigte die Opt-in-Versicherung um ~75 €/Monat (inkl. Pension) — Letztere ist einer der besten Deals des Systems.

LM

Leutrim Miftaraj

Gründer, Innopulse Consulting GmbH · Finanz- und SaaS-Unternehmer

Leutrim betreibt mehrere Finanzwissensportale für den DACH-Raum und schreibt über Budgetplanung, Steuern und digitale Finanztools. Alle Inhalte werden redaktionell geprüft und regelmäßig aktualisiert.

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