Was kostet der Steuerberater?
Ein Steuerberater kostet in Österreich für die Arbeitnehmerveranlagung typischerweise 150–400 € — Selbständige zahlen für Einnahmen-Ausgaben-Rechnung plus Steuererklärungen 1.000–2.500 € pro Jahr. Für einfache Fälle ist FinanzOnline die kostenlose Selbstmach-Alternative.
💰 Arbeitnehmerveranlagung: 150–400 €
Kostenaufstellung im Detail
| Position | Richtwert (€) |
|---|---|
| Arbeitnehmerveranlagung (einfach) | 150–300 |
| ANV mit Vermietung/Kapital/Ausland | 300–800 |
| EPU: laufende Buchhaltung (monatlich) | 80–250/Monat |
| Jahresabschluss EA-Rechnung + E1 | 600–1.500 |
| Erstberatung/Beratungsstunde | 150–300 |
Wann FinanzOnline reicht — und wann nicht mehr
Für reine Arbeitnehmerfälle erledigt die antragslose Arbeitnehmerveranlagung bzw. FinanzOnline mit Absetzposten (Pendlerpauschale, Homeoffice, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen, Familienbonus-Aufteilung) das meiste kostenlos — die durchschnittliche Gutschrift holt man sich mit 30 Minuten Aufwand selbst. Der Steuerberater lohnt, sobald Gestaltung möglich ist: Vermietung, Kapitalerträge im Ausland, Selbständigkeit neben dem Job, Immobilienverkauf (ImmoESt!), Erbschaft. Dort holt gute Beratung regelmäßig ein Mehrfaches des Honorars — und das Honorar ist als Betriebsausgabe bzw. bei den jeweiligen Einkünften wiederum absetzbar.
Selbständige: Pauschale vereinbaren, Schnittstellen klären
Für EPU und Kleinunternehmer sind Jahres- oder Monatspauschalen üblich — vorab schriftlich festlegen, was inkludiert ist (Buchhaltung, UVA, Jahresabschluss, Erklärungen, SVA/SVS-Prognosen, Fragen unterm Jahr). Der größte Kostenhebel ist deine Vorarbeit: Saubere digitale Belege (Buchhaltungssoftware mit StB-Schnittstelle) statt Schuhschachtel senken das Honorar um 30–50 %. Honorarnoten folgen den Autonomen Honorarrichtlinien nur als Rahmen — der Markt verhandelt, Vergleichsangebote sind legitim und üblich.
Absetzposten übers Jahr sammeln
Pendlerpauschale, Homeoffice, Spenden: BudgetHub hält deine absetzbaren Ausgaben laufend fest — die Veranlagung wird schneller und die Gutschrift größer.
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Lohnt der Steuerberater für die Arbeitnehmerveranlagung?
Bei Standardfällen selten — FinanzOnline plus eine Stunde Einlesen bringt fast dasselbe Ergebnis gratis. Bei Vermietung, Auslandseinkünften, hohen Werbungskosten oder Verlustverwertung dagegen ja: Dort liegen die vergessenen Hunderter.
Was kostet die verpflichtende Doppelte Buchhaltung?
Ab Überschreiten der Umsatzgrenzen (Bilanzierungspflicht) steigen die Kosten deutlich: 2.500–6.000 €+ pro Jahr je Komplexität. Der Wechsel des Rechnungslegungsregimes gehört strategisch geplant, nicht erlitten.
Sind Steuerberaterkosten absetzbar?
Ja — betrieblich als Betriebsausgabe, privat als Sonderausgabe (Steuerberatungskosten sind in Österreich unbeschränkt als Sonderausgaben abzugsfähig). Der Fiskus subventioniert die Beratung also mit.
Gründer, Innopulse Consulting GmbH · Finanz- und SaaS-Unternehmer
Leutrim betreibt mehrere Finanzwissensportale für den DACH-Raum und schreibt über Budgetplanung, Steuern und digitale Finanztools. Alle Inhalte werden redaktionell geprüft und regelmäßig aktualisiert.